Wohnen in Niefern-Öschelbronn
Niefern wird zwischen 1082 und 1091 erstmals erwähnt, Öschelbronn bereits 835 im Lorscher Codex. Niefern war seit 1529 badisch, Öschelbronn gehörte bis 1810 zu Württemberg und kam dann zu Baden. In Niefern stehen die gotische Kirche St. Marien mit einem Chor aus der Zeit um 1350 und die Niefernburg, eine 1555 neu errichtete Tiefburg, die ab 1857 ein evangelisches Waisenhaus aufnahm und heute der Jugendhilfe dient. Nach einem Großbrand Anfang der 1930er Jahre wurden der Süden und Westen von Öschelbronn planmäßig im Rasterschema neu aufgebaut.
Nach 1945 wuchs Niefern an den Hängen des Kirnbachtals und über die Enz hinaus, Öschelbronn vor allem nach Westen. Von den 5.225 Haushalten der Gemeinde liegen 3.491 in Niefern und 1.734 in Öschelbronn (Stand 30. Juni 2025). Rund 4.000 Arbeitsplätze bieten Betriebe aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Biotechnologie und Schmuckwaren, darunter der 1842 gegründete Maschinenbauer Bellmer mit Sitz in der Gemeinde. In Öschelbronn liegt die Klinik Öschelbronn, eine gemeinnützige Fachklinik für Innere Medizin, integrative Onkologie sowie Schmerz- und Palliativmedizin. Für die Freizeit gibt es ein beheiztes Freibad, ein Hallenbad und ein Sportstadion.
Verkehr
Der Bahnhof Niefern liegt an der Bahnstrecke von Karlsruhe nach Mühlacker; die Regionalzüge der Linie MEX17 erreichen Pforzheim Hbf in 6 Minuten und Stuttgart Hbf stündlich direkt in rund 50 Minuten. Öschelbronn hat keinen Bahnhof, die Buslinie 739 fährt von der Haltestelle Altes Rathaus in 21 Minuten zum ZOB Pforzheim. Die A8 erreichen Sie über die Anschlussstelle Pforzheim-Ost westlich von Niefern, dazu führt die B10 nach Pforzheim und Mühlacker.
Schulen
Am Ort gibt es die Grundschulen Niefern und Öschelbronn, die Kirnbachschule als Grund- und Werkrealschule und die Realschule Niefern. Ein Gymnasium hat die Gemeinde nicht; sie verweist auf die Gymnasien in Pforzheim und Mühlacker.