Wohnen in Kieselbronn
Um 1100 wird Kieselbronn erstmals erwähnt, als Bischof Johannes I. von Speyer das Dorf dem Kloster Sinsheim schenkte. Ab 1504 war der Ort zwischen Württemberg und ritterschaftlichen Familien geteilt, 1810 kam er durch einen Grenzvertrag an Baden. Die Stephanuskirche geht auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück, dazu kommen Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert und ein Wasserturm von 1930. Rund um den Ort stehen seit 2001 rund 610 ha Streuobstwiesen und Dolinen unter Landschaftsschutz, das Obstsortenmuseum zeigt seit 1994 alte Hochstammsorten aus dem Enzkreis.
Nach 1945 wuchs der Ort vor allem nach Süden und Osten in Richtung Pforzheim. Am Ortsrand liegt die Siedlung Im Reible, die die US-Armee in großen Wohnblocks für Offiziersfamilien baute; dort ersetzt die Baugenossenschaft Familienheim Pforzheim ältere Gebäude durch Neubauten mit 90 Wohnungen. Im Wohngebiet Bahnholz I, dessen Bebauungsplan von 1981 stammt, erlaubt eine Planänderung mehr Wohnfläche im Bestand. Die Gemeinde hat eine Grundschule mit Turn- und Festhalle, Kindergarten und Jugendraum; von 863 ha Gemarkung sind 162 ha Wald.
Verkehr
Kieselbronn hat keinen Bahnhof; die Busse 734 und 735 fahren in 18 bis 24 Minuten zum Hauptbahnhof/ZOB Pforzheim, die Linie 938 bringt Sie zum Bahnhof Niefern. Mit Umstieg in Pforzheim erreichen Sie Stuttgart Hbf in 64 bis 68 Minuten und Karlsruhe Hbf in 57 bis 60 Minuten (Fahrplan September 2026). Die A 8 ist über die Anschlussstellen Pforzheim-Nord (rund 2 km) und Pforzheim-Ost (rund 3 km) erreichbar, in der Nähe verlaufen die Bundesstraßen B 10 und B 294.
Schulen
Am Ort gibt es die Grundschule Kieselbronn. Weiterführende Schulen und Gymnasien liegen in Pforzheim, dessen Innenstadt rund 6 km Luftlinie entfernt ist.