Wohnen in Knittlingen
Knittlingen wird 843 als Cnudelingen erstmals erwähnt und erhielt 1840 das Stadtrecht. Die Stadt wurde 1360, 1632 und 1692 zerstört; im Kern stehen heute Fachwerkhäuser und das Steinhaus aus dem 13. Jahrhundert. Als Geburtsort des um 1480 geborenen Dr. Faust hat Knittlingen seit 1980 ein Faust-Museum im Alten Rathaus, einem Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Wirtschaftlich prägt der Endoskop-Hersteller Richard Wolf die Stadt, der hier Hauptsitz, Entwicklung und Produktion hat.
Freudenstein-Hohenklingen liegt im Tal der Weißach zwischen Reben und Wald; das Steinhauerfest erinnert dort an die frühere Steinbearbeitung, der Campingplatz Stromberg hat ein eigenes Bad. Kleinvillars hat neben dem alten Dorfkern die neueren Wohngebiete Waldsiedlung und Hanfländer sowie einen Kindergarten. In der Kernstadt liegen das Schulzentrum, Kindergärten, die Stadtbibliothek und das Freibad Paul Kieselmann. Die Firma Neumo hat ihren Betrieb in das Gewerbegebiet Knittlinger Kreuz verlegt, auf dem alten Werksgelände entsteht Wohnraum.
Verkehr
Der Haltepunkt Knittlingen-Kleinvillars an der Westbahn besteht seit 2004; die Regionalbahn RB 71 fährt stündlich nach Mühlacker und über Bretten nach Bruchsal, mit Umstieg in Mühlacker erreichen Sie Pforzheim Hbf in 21 bis 23 Minuten, Stuttgart Hbf in 50 bis 54 Minuten und Karlsruhe Hbf in 43 bis 45 Minuten (Fahrplan September 2026). Aus der Kernstadt fährt der Bus 734 in knapp 40 Minuten zum Pforzheimer Hauptbahnhof und der Bus 700 in 16 Minuten zum Bahnhof Bretten. Die B35 führt mit den Anschlüssen Knittlingen-Ost und Knittlingen-Mitte an der Kernstadt vorbei, zur A 8 (Pforzheim-Nord oder Pforzheim-Ost) sind es rund 12 km, zur A 5 bei Bruchsal rund 20 km.
Schulen
Die Dr.-Johannes-Faust-Schule in der Kernstadt ist ein Verbund aus Grundschule und Realschule, Freudenstein hat eine eigene Grundschule. Gymnasien gibt es im Nachbarort Maulbronn (Salzach-Gymnasium, rund 5 km Luftlinie) und im benachbarten Bretten (Melanchthon-Gymnasium, Edith-Stein-Gymnasium).