Wohnen in Neuhausen
Das Biet war ein Lehen der Herren von Gemmingen, unter denen Neuhausen im 15. und 16. Jahrhundert eine Blütezeit erlebte. Neuhausen ist seit 1150 belegt, Schellbronn wird 1075 im Hirsauer Codex genannt, Steinegg mit seiner Burg 1157 und Hamberg 1408. In Neuhausen stehen die Sebastianskirche von 1475 und die Pfarrkirche St. Urban und Vitus, erbaut 1521 bis 1523; in einem Seitental der Würm liegt die Burgruine Steinegg, die ab 1933 teilweise wieder aufgebaut wurde. Rund 55 Prozent der Gemarkung sind Wald.
Neuhausen ist mit 1.813 Einwohnern der größte Ortsteil und Sitz des Rathauses an der Pforzheimer Straße; hier gibt es Apotheke, Bäckerei, Metzgerei, Banken, einen Discounter und einen Getränkemarkt. Schellbronn auf 525 m trägt das Prädikat Erholungsort und hat den Campingplatz Schwarzwald, Hamberg zieht sich als langes Straßendorf den Hang hinauf, in Steinegg liegen die Verbandsschule im Biet und das Seniorenzentrum St. Josef. Früher pendelten viele Bewohner als sogenannte Rassler in die Pforzheimer Schmuckindustrie.
Verkehr
Im Monbachtal, rund 4 km vom Ortskern, liegt der Haltepunkt Monbach-Neuhausen der Kulturbahn RB 74 zwischen Pforzheim und Horb; der Zug hält dort nur bei Bedarf und braucht laut Fahrplan ab Dezember 2024 rund 18 Minuten bis Pforzheim Hbf, montags bis freitags tagsüber meist alle 30 Minuten. Die Buslinien 741 und 742 fahren über Schellbronn und Hohenwart nach Pforzheim, die Linie 663 nach Weil der Stadt; die L 574 führt von Pforzheim über Hohenwart und Schellbronn nach Neuhausen. Die nächste Anschlussstelle der A 8 ist nach Angabe der Gemeinde Heimsheim.
Schulen
Die Verbandsschule im Biet in Steinegg, gemeinsam mit Tiefenbronn getragen, ist Grundschule und seit 2016 Gemeinschaftsschule. Gymnasien gibt es in Pforzheim und in Weil der Stadt.